Haarpflege mit Henna
So gut sich Meersalz auf die Kopfhaut auswirkt, so negativ sind Salze für das Haar und die intensive Sonneinstrahlung trägt zum Austrocknen der Haare bei und auch Haare können einen Sonnenbrand bekommen!
Um Ihr Haar optimal zu schützen und zu pflegen, eignet sich am besten eine Pflege mit Henna Neutral.
Henna Neutral ist eine farblose Pflanzenfarbe. Sie lagert sich zwischen den Schuppenschichten an, ohne die eigenen Pigmente im Haar zu zerstören. Also quasi ein Schutzmantel gegen Sonne und Meersalz. Zusätzlich bekommt das Haar mehr Kraft, Struktur und Glanz.
GESCHICHTE:
Henna wurde schon ca. 3000 Jahre v. Chr. in Ägypten zum Zaubern, Heilen und Verführen verwendet. Damals färbte man buchstäblich Haut und Haar. Die Menschen, besonders die Frauen, sahen in Henna ein vielseitiges Kosmetikum und pflegten und färbten Haar, Nägel und Körperteile.
Die Mayas auf dem amerikanischen Kontinent genauso wir die Perser auf dem eurasischen Kontinent, versuchten damit ihre ergrauten Bärte zu verjüngen, besonders bei den Persern war der rote Bart lange Zeit ein Zeichen von Männlichkeit. Man verwendete Henna jedoch nicht nur zum Färben der Haare, sondern auch um Zeichnungen (fach. Mehndi) auf Hand- und Fußrücken anzubringen. Um das Schwitzen zu bekämpfen, wurden mit Hennapulver Handflächen und Fußsohlen eingerieben. Sogar Pferde wurden mit Henna vom Schimmel zum Rotfuchs verwandelt, um sie damit, lt. Aberglaube, unverwundbar zu machen.
STECKBRIEF:
Henna ist das Pulver der getrockneten Blätter des Zypernstrauchs und gehört zur Familie der Weidrichsgewächse (fach. Folia Hexirne). Der Hennastrauch ist schädlingsresistent.
HERKUNFT:
Der Hennastrauch ist nördlich vom Äquator, von Algerien bis China, als wildwachsendes Gewächs verbreitet. Der Hennastrauch wächst nur in warmen Zonen und sollte einen trockenen bis leicht feuchten Boden haben. Er wird in bedeutenden Mengen in Nordafrika und im Orient kultiviert. Die wichtigsten Lieferanten für Europa sind Indien, Pakistan und Marokko.
AUSSEHEN:
Der Strauch ist 1,5 bis 2 Meter hoch und hat 2 cm kleine, kurzstängelige, keilförmige, stachelspitzige Blätter.
ERNTEZEIT:
Bei der ersten Ernte im Frühjahr, enthalten die Blätter noch keine Farbpigmente, aber bei der Herbsternte enthalten sie bereits 3 % unentwickelten Farbstoff. Hauptblütezeit ist Oktober bis November.
VERARBEITUNG:
Die Blätter werden mit Stängel maschinell oder manuell gepflückt, dann getrocknet und anschließend zu Pulver vermahlen.
VERWENDUNG:
Im Frühjahr geerntete Blätter (ohne Farbpigmente) werden zur Haarpflege, Glanzaktivierung und Haarstärkung, sowie gegen fette Kopfhaut , weil sekretionshemmend, verwendet. Im Herbst geerntete Blätter werden zur Farbauffrischung im Rotbereich eingesetzt.
Die Europäische Akademie für Aromatherapie verwendet im Bereich des Naturfriseurs ausschließlich rein natürliche Pflanzenprodukte.
Gefärbt wird mit Henna oder Pflanzenfarben die aus Blättern, Stängeln, Wurzel, Rinden, Blüten, Samen, Früchten, Hölzern und Kräutern hergestellt werden.
Somit ergeben sich viele unterschiedliche Farbnuancen wie Blond, unterschiedliche Brauntöne, Schwarz und natürlich auch Rot.